
Seit längerem schon wird die Debatte einer Datenmaut in den USA geführt und auch einige europäische Länder beginnen, laut darüber nachzudenken. Seit kurzem geschieht dies auch Deutschland: Der Telekom-Vorstand Walter Raizner sagte vergangenen Mittwoch in Berlin, dass die Idee einer solchen Gebühr nicht abwegig sei. Die Telekom wolle aber vorerst nur beobachten, wie die Diskussion über eine solche Datenmaut in anderen Ländern verlaufe.
Zu den größten Kritikern einer Datenmaut zählt Google. Hat das Unternehmen doch gerade erst durch den Zukauf des Video-Downloadportals YouTube genau in der Sparte investiert, die am ärgsten von einer Maut betroffen wäre. Denn Downloadportale sind es vor allem, die an den Kosten beteililgt werden sollen, die durch Downloads ihrer Inhalte enstehen.
In den USA denkt man sogar noch einen Schritt weiter. So steht das Schlagwort net neutrality für die Idee, eine besonders schnelle Datenübertragung nur dann zu unterstützen, wenn der Anbieter dafür auch zahlt.
Eine mögliche Folge davon könnte aber eine Zweiklassengesellschaft im Internet sein: Nur wer entsprechen finanzstark ist, bekommt seine Daten schnell an den Mann. Communities dagegen blieben dabei auf der Strecke, da ihnen in der Regel das nötige Kleingeld für die Datenmaut fehlt.
Noch aber sind wir von einer 0,- Euro Flatrate weit entfernt. Somit zahlen also die Internetnutzer ohnehin die Gebühren für die Durchleitung der von Ihnen abgefragten Informationen. Ob sich da eine Datenmaut durchsetzen ließe, ist also fraglich. |