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Google spricht chinesisch


Die Suchmaschine Google hat ihren Weg in die Volksrepublik China gefunden - und damit Kritik in weiten Kreisen hervorgerufen.

 

China ist nach den USA der Staat mit den meisten Onlinern weltweit. Rund 110 Mio Menschen haben einen Internetzugang zur Verfügung, Tendenz stark steigend. Das darin schlummernde Potenzial haben vor einiger Zeit auch schon andere Internetdienstleister entdeckt: Yahoo, Microsoft und Cisco sind schon geraume Zeit auf dem chinesischen Markt zugegen.

 

Bisher erreichte man die Seiten des amerikanischen  Suchmaschinenanbieters Google in der Volksrepublik ausschließlich über ausserhalb des Landes operierende Server. Seit dem 25.01.2006 sind nun die langen Wartezeiten passé, doch damit sind auch einige der Suchergebnisse aus den Auflistungen verschwunden. Bislang hatte Google bereits Inhalte aus seinen Nachrichtenseiten entfernt, nicht aber in die Suchergebnisse eingegriffen. Das hatte bisher ausschließlich die chinesische Regierung getan, um den Zugang zu politisch heiklen Seiten zu unterbinden. Auf Suchergebnisse zu Begriffen wie Tibet, Menschenrechte in China oder Demokratie wird man in China auch weiterhin vergeblich warten. "Die Suchmaschine wird sehr langsam nach der Eingabe einer dieser Begriffe", sagt Herr Huang, ein Unternehmer aus der Umgebung von Shanghai, "und bei mehrmaliger Eingabe stürzt der Rechner ab."

 

Damit hat Google dem Druck der chinesischen Regierung nachgegeben und gleichsam den Zorn von Teilen des amerikanischen Kongresses auf sich gezogen.  "Um Profite zu machen, knicken sie vor Pekings Forderungen eins", sagt Tom Lantos, der Vorsitzende des Menschenrechtskreises des us-amerkanischen Kongress`.

 

Aber nicht gegen Google alleine ist dieser Vorwurf gerichtet. Google, MSN, Yahoo und Cisco wird vorgeworfen, der Unterdrückung der Meinungsfreiheit durch die KP bereitwillig zu helfen.

 

Quellen: Spiegel Online, Die Welt und ... Google