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So langsam wird es spannend, was sich da an Konflikten zwischen Google und Microsoft anbahnt. Nachdem Google bereits Anfang des Jahres die webbasierte Textverarbeitung Writely gekauft hatte, mit der registrierte Benutzer online Textverarbeitung betreiben können, ging vergangenen Dienstag Google Spreadsheets an den Start.

 

Writely ist eine webbasierte Textverarbeitung, die gängige Dateiformate wie .doc. .rtf, .sxw und natürlich auch .txt verarbeiten kann. Speicherformate sind zusätzlich dazu .pdf und .zip. Interessant ist die Multi-User-Fähigkeit. Gemeinsam mit zu der Bearbeitung eingeladenen Anwendern können Dokumente bearbeitet werden, via RSS kann der Zwischenstand verfolgt werden.

 

Mit Spreadsheets ergänzt Google nun sein Angebot an Officeanwendungen um eine vollfunktionsfähige Tabellenkalkulation. Spreadsheets nutzt dabei übliche Dateiformate, wie sie auch von Excel genutzt werden - Kompatibilität zu vorhandenen Anwendungen ist also gegeben. Dabei bietet Google in seiner Anwendung zusätzliche Features wie etwa eine Chat-Funktion, über die sich die bis zu zehn gleichzeitigen Nutzer während der Bearbeitung eines Dokuments untereinander abstimmen können.

 

Schon länger im Portfolio des Suchmaschinenanbieters zu finden ist die Kalender-Anwendung. Auch diese ist auf eine gemeinsame Nutzung durch mehrere Personen zugeschnitten und ausgezeichnet für die Koordination privater oder auch geschäftlicher Termine über das Internet.

 

Mit diesem Trio nimmt Googles Büropaket langsam Konturen an, auch wenn die einzelnen Anwendungen noch über sehr eingeschränkte Funktionen verfügen. Auch Microsoft arbeitet an webbasierten Erweiterungen seiner Office-Programme, doch durch den Online-Test seiner Produkte ist Google dem Softwaregiganten einen Schritt voraus. Bleibt nur noch eine Frage offen: Wo speichert Google die Daten ab?

 

Alle eingegebenen Daten der Büroanwendungen werden auf Google-Servern abgelegt. Eine bittere Pille, die um der hohen Verfügbarkeit Willen geschluckt werden muss. Da es sich aber gerade bei Terminen und Tabellenkalkulationen um sicherheitsrelevante Daten handeln kann, muss also der Schritt zur Nutzung der Online-Dienste wohl überlegt werden. Und nicht zuletzt stellt sich die Frage, was Google mit all den Daten anzufangen vermag. Dem Suchmaschinenanbieter wird ohnehin schon vorgeworfen, zu viele Daten seiner Nutzer zu sammeln um daraus umfassende Profile einzelner Internet-User erstellen zu können...